Transkulturalität


Der Begriff der Transkulturalität geht davon aus, dass Kulturen nicht homogene, klar voneinander abgrenzbare Einheiten sind, sondern, besonders infolge der Globalisierung, zunehmend vernetzt und vermischt werden. Demzufolge nimmt man an, dass München eine der größten Städte in Deutschland ist, wo Transkulturalität ausgeübt wird, denn hier trifft man Menschen, die aus allen möglichen Herkunftsländern stammen. Dabei hat jeder von ihnen das Recht selber zu entscheiden, welche Kultur er auslebt und wie seine Einstellung zur Weltoffenheit ist.


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Auf dem New York Brunch, welches einmal im Monat im Hugos München stattfindet, treffen sich Menschen aus der ganzen Welt um zusammen den Sonntag Brunch zu genießen. Hier wurde ich von dem Designer Tony Ventura gefragt, ob ich sein Label live präsentieren mag.Tony ist aus Brasilien voller Ideen zurückgekehrt, die ihm im Sambódromo an den Faschingstagen in Rio de Janeiro in den Kopf gestiegen sind. Er kreiert einzigartige Samba Kostüme, die das lateinamerikanische Temperament und die eigene Persönlichkeit widerspiegeln. Auf dem Brunch veranstaltete Tony eine Samba Show. Es waren mehrere professionelle lateinamerikanische Tänzerinnen zum Auftritt da, die die Kostüme temperamentvoll präsentiert haben und mir mehrere Tipps gegeben haben. Ich habe bis zum Brunch noch nie Samba getanzt und deshalb war ich leicht berauscht als ich wusste, dass ich in wenigen Minuten vor dem Publikum auftreten werde. Meine große Begeisterung den Kostümen gegenüber, sorgte dafür, dass ich den Tanz ausleben und mich wohl bzw. frei bewegen konnte. Es kamen alle Bewegungen vom Bauchtanz ins Spiel und mein Körper hat die jahrelange Leidenschaft ausgesprochen. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis und ein wahrer Adrenalinkick an diesem Tag.



Es wurde bereits im DaF Beitrag beschrieben, dass ich aus einer multikulturellen Herkunft stamme und durch das DaF Studium mit mehreren Kulturellen in Kontakt komme. Heute stelle ich ein weiteres transkulturelles Hobby aus meinem Leben dar. Auch wenn ich vom äußeren Erscheinungsbild weder ein südländischer noch ein orientalischerTyp bin, verkörpere ich eine große Leidenschaft zum Tanz. Seit der frühen Kindheit bin ich vom ägyptischen Solotanz- Bauchtanz fasziniert. Dieser ist nicht nur ein perfekter Ausgleich zum alltäglichen Leben, sondern ein Zusammenspiel von Plastizität, Emotionen, Präsenz und verführerischen Bewegungen. Ich bewundere alle Tänzer, die Kontrolle über jedes einzelne Teilchen ihres Körpers haben und sich im Sekundentakt einwandfrei bewegen können.


Da ich in den Karpaten aufgewachsen bin, konnte ich meine Vorlieben immer nur mit Freundinnen austauschen. So veranstalteten wir zum Beispiel kleine Konzerte vor den Eltern, wo ein Mädchen gesungen hat, das andere ein Gedicht oder einen Witz erzählt hat und ich getanzt habe. Im Laufe der Jugend entwickelte sich Bauchganz zu meinem alltäglichen Sport, den ich mehrere Jahre zuhause ausgeübt habe. Hierzu verrate ich einen Geheimtipp:
Bauchtanz trainiert nicht nur deinen Körper, sondern deinen Geist und deine Kondition. Es ist nicht zu unterschätzen, dass man die Kontrolle über den eigenen Körper und allerlei Emotionen beherrschen muss. Nur in wenigen Minuten wirst du sehen, dass dein vom Stress befreit wird und deine Seele das Wohnbefinden aufsucht.


Heutzutage kommt es jedoch zu vielen Missverständnissen. Bauchtanz wird oft als ein freizügiger beziehungsweise vulgärer Tanz interpretiert. Falsch sind vor allem die anzutreffenden Vergleiche oder Bezüge zu Striptease oder Lapdance. Diese Vergleiche sind eine ungerechtfertigte Herabsetzung der Tanzkunst und des intensiven Trainings in Tanztechnik, Rhythmik und Musikkunde, die der Bauchtanz erfordert.


Außerdem bin ich bei der Modeshow für Kurani Italy Mode gelaufen.

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Hier geht es zu den Outfits:


www.kurani-italy-Mode.de

Schließlich möchte ich noch betonen, dass München eine transkuturelle Stadt ist, in der mehrere Mentalitäten und Kulturen aufeinander treffen und das Gemeinschaftliche bilden. Man sollte nur nicht scheu vor dem Neuen sein. Seid offen für neue Kontakte, Erlebnisse und Kulturen. Diese werden deine skeptischen Einsichten verändern, Stereotype abbauen und dir neue Erkenntnisse bringen.


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