Fashiontrends 2017

Jedes Ende ist auch ein Anfang. 


Yvonne Astrid Kressner verrät die Geheimnisse der Mode 2017


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Was macht deine Mode aus?


Meine Mode ist auffällig, farbintensiv, romantisch und weiblich. Im Vordergrund stehen dabei immer die von mir entworfenen Drucke für ALPHAvsOMEGA.


Wo und wie findest du deine Inspiration?


Meine Inspiration ziehe ich vor allem aus meinem persönlichen Archiv abgespeicherter Erinnerungen, aus Momentaufnahmen, aus der Natur und Menschen.
Wenn mir etwas gefällt, ich ein Bild vor Augen habe, übersetze ich es in Kleidung.


Welchen Einfluss haben Familie und Freunde auf deine künstlerische Begabung?


Ich bin in einer sehr kreativen Familie aufgewachsen, die große Freude an schönen Dingen und Ästhetik hat.
Jedes Familienmitglied hat mich auf seine Art inspiriert und unterstützt.
Das hat mich geprägt und mich immer darin bestärkt mich den Themen Mode und Design ganz zu widmen. Auch meine Heimat und das Glück sehr naturverbunden aufgewachsen zu sein bestimmen meine Kreativität.


Deine Muse?


Die Natur


Welcher Designer oder welches Label imponiert dir?


Alexander McQueen und Yōji Yamamoto finde ich immer inspirierend und bewundernswert.
Sie zeigen, dass Mode, Kunst, Geschichte, Menschlichkeit, Gesellschaft, Großdenken und Phantasie Hand in Hand gehen.


Lieblingszitat?


„Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ Karl Lagerfeld


Wie sehen die Trends für das kommende Jahr aus? Farben, Schnitte?


Natürlich gibt es Trends, die kommen werden. Nächsten Sommer soll es vor allem interessante, aufgewertete Casualwear, wilde Muster und Materialkombinationen auf den Laufstegen geben.

Die Hosen werden wieder weiter, Statement Jeansjacken, Fliegen, Schleifen, Plissee und Volants sind in Mode. Im Bereich Print werden botanische Muster bevorzugt.

Es gibt ganze Institutionen, die sich nur damit beschäftigen, die Trends der nächsten zehn Jahre festzulegen. Das alles nur, um festzulegen wo am meisten Geld verdient werden kann. Ich beschäftige mich nicht gerne mit Trends, denn meine Designs sollen immer aus dem Moment und aus mir entstehen. Sie sind sowieso automatisch durch unsere Zeit geprägt.


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Wie schaut ein typischer Tag aus deinem Alltag?


An einem typischen Arbeitstag mache ich zunächst einen Plan für den Tag.
Ich entscheide was ich zuerst machen möchte und wann ich voraussichtlich mit den To-Do`s des Tages fertig sein werde. An einem normalen Arbeitstag muss ich meistens sehr unterschiedliche Aufgabenfelder bedienen.

Ich arbeite z.B. an Entwürfen für neue Kollektionen, ich bin in Kontakt mit meinen Händlern, bespreche z.B. Lieferzeiten und Volumen, ich nähe, schreibe Rechnungen und E- Mails, packe Pakete, arbeite an meiner Website und date z.B. meine Social Media Profile ab.

Fast jeden Tag recherchiere ich auch nach neuen interessanten Möglichkeiten für die Weiterentwicklung meiner Marke oder Werbemöglichkeiten.

Als Selbstständige Designerin und Geschäftsführerin gehen mir die Aufgaben nie aus aber ich habe viel Spaß daran mein Unternehmen und meine Mode erfolgreich wachsen zu sehen.


Wo arbeitest du am liebsten? 


Ich arbeite am liebsten zu Hause. Dort habe ich mir eine Wohlfühloase geschaffen und bin umgeben von Dingen, die mir wichtig sind.


Wann wolltest du Modedesignerin werden?


Ich wollte nie explizit Modedesignerin werden. Designerin jedoch schon immer. Alles was mich inspiriert muss und möchte ich zu etwas verarbeiten.
Neues zu schaffen, mit hohem Anspruch an sich selbst und sich dabei vielen kleinen Herausforderungen zu stellen, ist was mich antreibt.Für mein Modedesign Studium habe ich mich zunächst entschieden, weil ich damit konzeptionelles Denken und handwerkliches Arbeiten zu künstlerisch wertvollen Projekten vereinen konnte.
Dass ich etwas entwerfe was später ein anderer trägt und daran Freude hat, macht mich heute sehr glücklich.


Muss man eine Ausbildung haben, um Kleidung zu designen?


Nein, nicht um sie zu entwerfen.
Um Kleidung fachmännisch umzusetzen bzw. sie zu produzieren muss man jedoch auf das Wissen einer Ausbildung zugreifen können oder unheimlich viel Erfahrung im Bereich Bekleidung mitbringen.


Welchen Tipp würdest du einem heranwachsenden Designer geben?


Wenn Du glaubst eine gute Idee gefunden zu haben, dann ruhe Dich nicht darauf aus. Fange dann erst an noch mehrere Ebenen weiter zu denken, nimm dir Zeit, finde Ableitungen zu deiner Idee und wandere sie im Geist ab.
Erst wenn Du den ganzen Körper deines Konzepts/Deiner Idee kennst, wird sie zu einem beeindruckenden und tiefgründigen Projekt.


Label: ALPHA vs OMEGA
Gericht: alles was mein Mann mir kocht
Lied: It`s still Rock and Roll to me von Billy Joel
Künstler: Annie Leibovitz
Stadt: München

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